Notarkosten Hauskauf Rheinland-Pfalz 2026: Was Käufer zahlen
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- Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf 2026 in Rheinland-Pfalz?
- Was genau decken die Notarkosten beim Hauskauf ab?
- Wer zahlt die Notarkosten: Käufer oder Verkäufer?
- Wann werden die Notarkosten fällig und wie viele Rechnungen kommen?
- Welche Kaufnebenkosten fallen in Rheinland-Pfalz insgesamt an?
- Können Notarkosten steuerlich abgesetzt werden?
- Häufige Fragen
Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf 2026 in Rheinland-Pfalz?
Notar und Grundbuch kosten beim Hauskauf in Rheinland-Pfalz 2026 zusammen gut 1 Prozent des Kaufpreises. Lässt der Käufer für die Finanzierung eine Grundschuld eintragen, sind es rund 1,5 Prozent. Gut zwei Drittel davon gehen an den Notar, der Rest an das Grundbuchamt.
Die Gebühr hängt am Geschäftswert, beim Kauf also am Kaufpreis, und steht in der Gebührentabelle B des GNotKG. Die Tabelle ist degressiv: Je höher der Kaufpreis, desto kleiner der prozentuale Anteil. Unter 200.000 Euro liegt er etwas höher, ab 1 Million Euro etwas niedriger.
Ein Beispiel mit 300.000 Euro Kaufpreis: Eine volle Gebühr (1,0) nach Tabelle B beträgt hier 635 Euro. Für die Beurkundung des Kaufvertrags fällt eine 2,0-Gebühr an (KV 21100), also 1.270 Euro. Dazu kommen beim Notar die Vollzugsgebühr (0,5, KV 22110) und in der Regel die Betreuungsgebühr für die Fälligkeitsmitteilung (0,5, KV 22200), je 317,50 Euro, außerdem die Gebühr für die XML-Daten an das Grundbuchamt (0,2, höchstens 125 Euro, KV 22114), Auslagen und 19 Prozent Umsatzsteuer. Das ergibt rund 2.400 Euro plus Auslagen. Das Grundbuchamt berechnet ohne Umsatzsteuer 317,50 Euro für die Auflassungsvormerkung (0,5, KV 14150) und 635 Euro für die Eigentumsumschreibung (1,0, KV 14110). Zusammen sind das rund 3.400 Euro, gut 1,1 Prozent des Kaufpreises.
Seit dem 1. Juni 2025 gilt das Kosten- und Betreuervergütungsrechtsänderungsgesetz 2025 (KostBRÄG 2025, BGBl. 2025 I Nr. 109). Es hat die Tabelle A des GNotKG und eine Reihe fester Gebühren angehoben. Die Tabelle B, nach der Notar und Grundbuchamt beim Hauskauf abrechnen, ist gleich geblieben. Ihre Beträge gelten unverändert seit der Einführung des GNotKG im Jahr 2013.
Bei 350.000 Euro Kaufpreis kommen Sie nach derselben Rechnung auf rund 3.650 Euro plus Auslagen. Lässt der Käufer eine Grundschuld über 280.000 Euro eintragen, kommen rund 1.400 Euro dazu: beim Notar eine 1,0-Gebühr (KV 21200) mit XML-Gebühr und Umsatzsteuer, beim Grundbuchamt eine 1,0-Gebühr (KV 14121). Zusammen sind das gut 5.000 Euro oder knapp 1,5 Prozent. In Rheinland-Pfalz gelten dieselben Gebühren wie überall in Deutschland. Die Notarkammer Pfalz schreibt, dass Ihr Notar Ihnen die Kosten schon vor der Beauftragung nennen kann, weil sie gesetzlich festgelegt sind.
Was genau decken die Notarkosten beim Hauskauf ab?
Mit den Notarkosten bezahlen Sie die Beurkundung des Kaufvertrags, die rechtliche Prüfung, die Abwicklung des Eigentumsübergangs und die Eintragung ins Grundbuch. Der Notar ist neutral und betreut beide Parteien.
Ohne Notar gibt es in Deutschland keinen wirksamen Kaufvertrag über eine Immobilie, die Beurkundung ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Notar schreibt den Vertragsentwurf. Ist der Käufer Verbraucher, soll er den Entwurf im Regelfall zwei Wochen vor dem Beurkundungstermin bekommen (§ 17 Abs. 2a BeurkG). Im Termin liest der Notar den Vertrag vollständig vor, erklärt die Risiken und beantwortet Fragen. Beratung und Entwurf sind in der Beurkundungsgebühr enthalten, egal wie aufwendig es wird und wie viele Besprechungen es braucht.
Nach dem Termin kümmert sich der Notar um die Abwicklung. Er holt bei der Gemeinde die Erklärung zum Vorkaufsrecht ein und beantragt die Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Sie sichert den Anspruch des Käufers auf das Eigentum: Verkauft oder belastet der Verkäufer danach anderweitig, ist das dem Käufer gegenüber unwirksam (§ 883 BGB). Er prüft, ob alle Voraussetzungen für die Fälligkeit erfüllt sind, und gibt dem Käufer dann das Signal, den Kaufpreis zu zahlen. Erst danach veranlasst er die Eigentumsumschreibung im Grundbuch.
In Rheinland-Pfalz muss der Notar die Daten elektronisch an das Grundbuchamt übermitteln. Für die Erzeugung der XML-Strukturdaten erhebt er eine eigene Gebühr (KV 22114 GNotKG). Braucht der Käufer eine Finanzierung, kann im selben Termin die Grundschuld für die Bank bestellt werden. Gebührenrechtlich ist das ein eigener Gegenstand mit eigener Gebühr (§ 110 GNotKG). Die Notarkammer Koblenz weist darauf hin, dass die Kostenrechnungen regelmäßig staatlich überprüft werden.
Wer zahlt die Notarkosten: Käufer oder Verkäufer?
In Deutschland zahlt der Käufer die Notarkosten, so sieht es § 448 BGB vor, wenn im Kaufvertrag nichts anderes steht. Der Verkäufer zahlt üblicherweise die Löschung alter Grundschulden, falls es welche gibt.
Nach § 448 Abs. 2 BGB trägt der Käufer eines Grundstücks die Kosten der Beurkundung des Kaufvertrags und der Auflassung, der Eintragung ins Grundbuch und der dafür nötigen Erklärungen. Käufer und Verkäufer können etwas anderes vereinbaren, das muss dann im Kaufvertrag stehen. Gegenüber dem Notar haftet trotzdem jeder, dessen Erklärung beurkundet wurde, also auch der Verkäufer (§ 30 GNotKG).
Der Verkäufer muss die Immobilie lastenfrei übergeben. Grundschulden, Hypotheken und andere Belastungen werden also vor der Eigentumsübertragung gelöscht. Dafür holt der Notar die Löschungsbewilligungen der Gläubiger ein, meist Banken, und veranlasst die Löschung im Grundbuch. Diese Kosten trägt der Verkäufer: beim Grundbuchamt eine 0,5-Gebühr aus dem Nennbetrag der Grundschuld (KV 14140 GNotKG), dazu die Kosten des Notars. Sie sind oft niedriger als die Kosten der Beurkundung, weil weniger Arbeit anfällt.
Verhandeln lassen sich die Notarkosten nicht. Sie sind bundesweit gesetzlich geregelt, und jeder Notar in Deutschland berechnet für dieselbe Leistung denselben Betrag. Bei der Maklerprovision ist das anders. Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses gilt seit Dezember 2020 § 656c BGB: Lässt sich der Makler von beiden Seiten bezahlen, müssen sich Käufer und Verkäufer in gleicher Höhe verpflichten.
Wann werden die Notarkosten fällig und wie viele Rechnungen kommen?
Meist kommen mehrere Rechnungen, über Wochen verteilt: vom Notar für den Kaufvertrag, vom Notar für die Grundschuld, falls eine bestellt wird, und vom Grundbuchamt für die Eintragungen.
Das überrascht viele Käufer. Notar und Grundbuchamt rechnen getrennt ab, und die Grundschuld für die Bank ist gebührenrechtlich ein eigener Gegenstand neben dem Kaufvertrag (§ 110 GNotKG).
Die Rechnung des Notars für den Kaufvertrag enthält die Beurkundungsgebühr, die Vollzugsgebühr, in der Regel die Betreuungsgebühr, die XML-Gebühr, Auslagen und Umsatzsteuer. Fällig werden Notargebühren mit dem Abschluss des jeweiligen Verfahrens (§ 10 GNotKG), welche Zahlungsfrist gilt, steht auf der Kostenberechnung. Die Auflassungsvormerkung taucht auf dieser Rechnung nicht auf, sie berechnet das Grundbuchamt.
Lässt der Käufer eine Grundschuld für die Bank bestellen, geschieht das direkt nach dem Kaufvertrag oder an einem eigenen Termin. Dafür schickt der Notar eine eigene Rechnung. Ihre Höhe richtet sich nach dem Nennbetrag der Grundschuld und nicht nach dem Kaufpreis (§ 53 GNotKG).
Das Grundbuchamt beim Amtsgericht rechnet seine Eintragungen gesondert ab, oft in mehreren Schreiben: die Auflassungsvormerkung früh, die Eigentumsumschreibung erst, wenn der Kaufpreis gezahlt ist und der Notar die Umschreibung beantragt hat. Umsatzsteuer fällt darauf nicht an, weil ein Gericht die Kosten erhebt.
Nach der Beurkundung kommt außerdem der Grunderwerbsteuerbescheid vom Finanzamt. Ins Grundbuch eingetragen wird der Käufer erst, wenn das Finanzamt bescheinigt, dass steuerlich nichts entgegensteht, in der Regel nach Zahlung der Steuer (§ 22 GrEStG). Sie gehört also zu den Posten, die vorher bezahlt sein müssen. In Rheinland-Pfalz beträgt sie seit dem 1. März 2012 5 Prozent des Kaufpreises.
Welche Kaufnebenkosten fallen in Rheinland-Pfalz insgesamt an?
Beim Hauskauf in Rheinland-Pfalz zahlen Sie 2026 5 Prozent Grunderwerbsteuer und gut 1 bis 1,5 Prozent für Notar und Grundbuch. Ist ein Makler beteiligt, kommt der vereinbarte Käuferanteil der Provision dazu, häufig 3,57 Prozent. Zusammen sind das rund 6 bis 10 Prozent des Kaufpreises.
Bei 350.000 Euro Kaufpreis sieht das so aus: 17.500 Euro Grunderwerbsteuer (5 Prozent) und rund 3.650 Euro für Notar und Grundbuch, mit einer Grundschuld über 280.000 Euro gut 5.000 Euro. Ist ein Makler beteiligt und eine Gesamtprovision von 7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer vereinbart, die hälftig geteilt wird, zahlt der Käufer 3,57 Prozent, also 12.495 Euro. Ohne Makler kommen Sie auf rund 21.200 Euro Kaufnebenkosten (gut 6 Prozent), mit Grundschuld auf rund 22.600 Euro (6,5 Prozent). Mit Makler sind es rund 33.600 beziehungsweise 35.100 Euro (9,6 beziehungsweise 10 Prozent). Alle Posten im Einzelnen stehen in meinem Artikel zu den Kaufnebenkosten in der Pfalz 2026.
Den Satz der Grunderwerbsteuer legt jedes Bundesland selbst fest. Wo ein Land keinen eigenen Satz bestimmt, gelten 3,5 Prozent nach § 11 GrEStG. Notar und Grundbuch kosten dagegen überall gleich viel, sie richten sich nach Bundesrecht.
Zur Finanzierung: Wie viel Eigenkapital Sie brauchen, hängt von der Bank und Ihrer Finanzierung ab. Die Kaufnebenkosten sollten Sie von Anfang an gesondert einplanen und möglichst aus eigenem Geld bezahlen können. Bei 350.000 Euro Kaufpreis sind das ohne Makler schon rund 21.000 bis 23.000 Euro.
Können Notarkosten steuerlich abgesetzt werden?
Wer selbst einzieht, kann Notarkosten nicht von der Steuer absetzen. Bei vermieteten oder betrieblich genutzten Immobilien wirken sie als Anschaffungsnebenkosten über die AfA, die Kosten der Grundschuldbestellung sind sofort Werbungskosten.
Die Notarkosten für den Kaufvertrag und die Grundbucheintragung sind Anschaffungsnebenkosten. Sie erhöhen die Anschaffungskosten der Immobilie. Bei einer vermieteten Immobilie machen Sie den Gebäudeanteil über die lineare Abschreibung (AfA) als Werbungskosten geltend. Der Satz hängt am Fertigstellungsjahr (§ 7 Abs. 4 EStG): 3 Prozent pro Jahr für Gebäude, die nach dem 31. Dezember 2022 fertig wurden, 2 Prozent für Gebäude aus den Jahren 1925 bis 2022 und 2,5 Prozent für Gebäude, die vor 1925 fertiggestellt wurden. Betrieblich genutzte Gebäude, die nicht Wohnzwecken dienen, schreiben Sie mit 3 Prozent ab.
Bei der Grundschuld ist es anders. Die Notarkosten für eine Grundschuld, mit der Sie eine vermietete Immobilie finanzieren, sind sofort und in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar. Die Grundschuld gehört zur Finanzierung und ist kein Teil der Anschaffung.
Bei Eigennutzung ohne Vermietungsabsicht sind die Notarkosten grundsätzlich nicht abziehbar, die Grunderwerbsteuer auch nicht. Bei betrieblich genutzten Immobilien sind die Notarkosten Betriebsausgaben, je nach Art der Kosten sofort oder über die AfA.
Wenn Sie in Rheinland-Pfalz zur Vermietung kaufen, heben Sie die Notarrechnung und die Rechnung für die Grundschuldbestellung getrennt auf und geben Sie beide Ihrem Steuerberater. Bei Eigennutzung sind die Kaufnebenkosten reine Privatausgaben.
Häufige Fragen
Kann ich die Notarkosten verhandeln oder einen günstigeren Notar finden?
Nein. Die Notarkosten sind bundesweit im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt und können nicht verhandelt werden. Vereinbarungen über ihre Höhe sind unwirksam (§ 125 GNotKG). Jeder Notar in Deutschland berechnet für dieselbe Leistung denselben Betrag, in Neustadt an der Weinstraße genauso wie in München oder Hamburg. Den Notar wählen Sie deshalb nicht nach dem Preis aus, sondern nach Erreichbarkeit, Erfahrung und persönlichem Vertrauen.
Was passiert, wenn ich die Notarkosten nicht rechtzeitig zahle?
Notargebühren werden mit dem Abschluss des Verfahrens fällig (§ 10 GNotKG), welche Zahlungsfrist gilt, steht auf der Kostenberechnung. Zahlen Sie nicht, kann der Notar seine Kostenberechnung selbst mit einer Vollstreckungsklausel versehen und den Betrag beitreiben lassen (§ 89 GNotKG). Einen Monat nach Zustellung laufen dann Zinsen von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 88 GNotKG). Außerdem darf er Urkunden und Ausfertigungen zurückhalten, bis bezahlt ist (§ 11 GNotKG). Planen Sie die Notarkosten deshalb von Anfang an in Ihre Finanzierung ein.
Muss ich für die Grundschuldbestellung einen zweiten Notartermin machen, und was kostet sie?
Nicht zwingend. Viele Notare beurkunden die Grundschuld direkt im Anschluss an den Kaufvertrag, das spart einen zweiten Termin. Gebührenrechtlich ist die Grundschuld aber ein eigener Gegenstand mit eigener Gebühr (§ 110 GNotKG). Die Kosten richten sich nach dem Nennbetrag der Grundschuld, nicht nach dem Kaufpreis (§ 53 GNotKG). Bei einer Grundschuld von 300.000 Euro sind das nach Tabelle B rund 750 bis 900 Euro beim Notar, je nach Nebengebühren und mit Umsatzsteuer, plus Auslagen. Dazu kommen 635 Euro beim Grundbuchamt für die Eintragung.
Wie unterscheiden sich Notarkosten und Maklerprovision rechtlich?
Notarkosten sind bundesweit gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar. Über die Maklerprovision lässt sich verhandeln. Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses gilt aber seit Dezember 2020 § 656c BGB: Lässt sich der Makler von Käufer und Verkäufer bezahlen, müssen sich beide in gleicher Höhe verpflichten. Ein Maklervertrag, der davon abweicht, ist unwirksam. Die Notarkosten trägt nach § 448 BGB der Käufer, wenn im Kaufvertrag nichts anderes steht.
Was ist eine Auflassungsvormerkung und warum kostet sie Gebühren?
Die Auflassungsvormerkung ist eine Eintragung im Grundbuch, die den Anspruch des Käufers auf das Eigentum sichert. Verkauft oder belastet der Verkäufer das Grundstück danach anderweitig, ist das unwirksam, soweit es den Anspruch des Käufers beeinträchtigt (§ 883 BGB). Für die Eintragung berechnet das Grundbuchamt eine 0,5-Gebühr (KV 14150 GNotKG), bei 300.000 Euro Kaufpreis 317,50 Euro.
Gelten die Notarkosten auch für Eigentumswohnungen oder nur für Häuser?
Für beide. Die Gebühren nach GNotKG gelten für jeden Immobilienkauf, ob Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus, Eigentumswohnung oder Grundstück. Gerechnet wird gleich, nur die Höhe hängt am Kaufpreis. Bei Eigentumswohnungen können Kosten für die Beurkundung der Teilungserklärung oder von Wohnungseigentumsrechten dazukommen. Das ist selten, weil diese Dokumente meist schon existieren.
Kann ich Notarkosten sparen, indem ich Inventar separat im Vertrag aufführe?
Bei den Notarkosten nicht. Der Notar beurkundet den ganzen Vertrag, maßgeblich ist der gesamte Kaufpreis einschließlich Inventar (§ 47 GNotKG). Sinnvoll ist die Aufteilung trotzdem: Steht bewegliches Inventar, etwa eine Einbauküche, Markisen oder Gartengeräte, mit eigenem, realistischem Betrag im Vertrag, fällt darauf keine Grunderwerbsteuer an. Sie bemisst sich nach der Gegenleistung für das Grundstück (§§ 2 und 8 GrEStG). Bei einer Küche im Wert von 20.000 Euro sind das in Rheinland-Pfalz 1.000 Euro weniger Steuer.
Wo kann ich sonst noch bei den Notarkosten sparen?
Die Gebühren selbst sind gesetzlich festgelegt. Ein Notaranderkonto kostet extra, für jede Auszahlung daraus fällt eine 1,0-Gebühr an (KV 25300 GNotKG). Ob es eines braucht, hängt vom Fall ab, häufig genügt es, den Kaufpreis direkt nach der Fälligkeitsmitteilung des Notars zu zahlen. Die größeren Beträge liegen aber bei Grunderwerbsteuer und Maklerprovision, nicht beim Notar.
Sind die Notarkosten seit Juni 2025 gestiegen?
Für Kaufvertrag und Grundbuch nicht. Das Kosten- und Betreuervergütungsrechtsänderungsgesetz 2025 (KostBRÄG 2025) gilt seit dem 1. Juni 2025 und hat die Tabelle A des GNotKG und eine Reihe fester Gebühren angehoben. Die Tabelle B, nach der Notar und Grundbuchamt beim Immobilienkauf abrechnen, ist gleich geblieben. Eine volle Gebühr kostet bei 300.000 Euro heute wie vor der Reform 635 Euro.
Marktwert Ihrer Immobilie kennen?
Wenn Sie wissen möchten, was Ihre Immobilie heute wert ist, dann sprechen Sie mit mir oder meiner Schwester Sarah. Drei-Verfahren-Bewertung, ohne Verpflichtung zum nächsten Schritt.
- Notarkosten: Notarkammer Pfalz Die gleiche Leistung kostet bei jedem Notar das Gleiche. Da es nicht auf die Komplexität ankommt, kann Ihnen Ihr Notar schon vor der Beauftragung die endgültigen Kosten mitteilen, wenn Sie ihm die benötigten Informationen zur Wertberechnung zur Verfügung stellen.
- Paragraf 656c BGB: Einzelnorm: gesetze-im-internet.de Seit Dezember 2020 gilt bei Wohnimmobilien die hälftige Teilung der Maklerprovision nach Paragraf 656c BGB: Lässt sich der Makler von beiden Parteien einen Maklerlohn versprechen, kann dies nur in der Weise erfolgen, dass sich die Parteien in gleicher Höhe verpflichten.
- Kosten: Notarkammer Koblenz In Rheinland-Pfalz müssen die Daten zum Grundbuchamt durch den Notar elektronisch übermittelt werden. Die gesonderte Gebühr für die Erzeugung von XML-Strukturdaten muss Ihr Notar erheben, wenn Daten elektronisch an ein Gericht übermittelt werden.
- Bundesnotarkammer: Willkommen bei der Bundesnotarkammer Die Beratung einschließlich der Entwurfstätigkeit ist in der Beurkundungsgebühr enthalten, unabhängig von Schwierigkeit, Aufwand und Anzahl der Besprechungstermine.
- Paragraf 34 GNotKG, Wertgebühren, gesetze-im-internet.de Tabelle B: 15 Euro bis 500 Euro Geschäftswert, bis 200.000 Euro je angefangene 15.000 Euro plus 27 Euro, bis 500.000 Euro je angefangene 30.000 Euro plus 50 Euro. Daraus folgt eine volle Gebühr von 635 Euro bei 300.000 Euro und 685 Euro bei 350.000 Euro.
- GNotKG mit Kostenverzeichnis (Anlage 1), gesetze-im-internet.de KV 21100 Beurkundung Vertrag 2,0; KV 21200 Beurkundung sonstiger Erklärungen 1,0; KV 22110 Vollzug 0,5; KV 22114 XML-Daten 0,2, höchstens 125 Euro; KV 22200 Betreuung 0,5; KV 25300 Verwahrung je Auszahlung 1,0; KV 14110 Eintragung Eigentümer 1,0; KV 14121 Eintragung Grundschuld 1,0; KV 14140 Löschung in Abteilung III 0,5; KV 14150 Vormerkung 0,5. Dazu § 10 (Fälligkeit), § 30 (Haftung), § 47 (Kaufpreis als Wert), § 53 (Nennbetrag der Grundschuld), §§ 88, 89, 110 und § 125 (keine Gebührenvereinbarung).
- Kosten- und Betreuervergütungsrechtsänderungsgesetz 2025, BGBl. 2025 I Nr. 109, recht.bund.de Verkündet am 10. April 2025. Artikel 7 ändert das GNotKG und ist nach Artikel 13 Absatz 3 seit dem 1. Juni 2025 in Kraft. Die neue Fassung von § 34 Absatz 2 hebt Tabelle A an (Grundbetrag 40 statt 38 Euro), die Werte der Tabelle B bleiben gleich.
- Paragraf 448 BGB, gesetze-im-internet.de Der Käufer eines Grundstücks trägt die Kosten der Beurkundung des Kaufvertrags und der Auflassung, der Eintragung ins Grundbuch und der zu der Eintragung erforderlichen Erklärungen.
- Paragraf 17 BeurkG, gesetze-im-internet.de Bei beurkundungspflichtigen Verbraucherverträgen soll dem Verbraucher der beabsichtigte Text im Regelfall zwei Wochen vor der Beurkundung zur Verfügung gestellt werden.
- Paragraf 7 EStG, gesetze-im-internet.de Absatz 4: Gebäude, fertiggestellt nach dem 31. Dezember 2022, jährlich 3 Prozent, von 1925 bis 2022 jährlich 2 Prozent, vor 1925 jährlich 2,5 Prozent; Betriebsgebäude, die nicht Wohnzwecken dienen, 3 Prozent.
- Paragraf 22 GrEStG, gesetze-im-internet.de Der Erwerber darf erst ins Grundbuch eingetragen werden, wenn die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts vorliegt. Paragraf 11 GrEStG: Steuersatz 3,5 Prozent, soweit ein Land nichts anderes bestimmt.
- Landesgesetz über die Bestimmung des Steuersatzes bei der Grunderwerbsteuer, landesrecht.rlp.de Der Steuersatz bei der Grunderwerbsteuer für Grundstücke in Rheinland-Pfalz beträgt 5 Prozent, gültig ab 1. März 2012 (GVBl. 2012, 41).