Grundsteuer Pfalz 2026: Checkliste für Eigentümer
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- Was hat sich durch die Grundsteuerreform 2025 in der Pfalz konkret geändert?
- Wie rechne ich meine Grundsteuer nach?
- Welche Unterlagen sollten Sie jetzt griffbereit haben?
- Welche Punkte sollten Sie im Grundsteuerbescheid konkret prüfen?
- Wann lohnt sich ein Einspruch, und wie gehen Sie vor?
- Wie wirkt sich die neue Grundsteuer auf den Immobilienverkauf aus?
- Häufige Fragen
Was hat sich durch die Grundsteuerreform 2025 in der Pfalz konkret geändert?
Seit dem 1. Januar 2025 wird die Grundsteuer aus neuen Grundsteuerwerten berechnet, die das Finanzamt auf den Stichtag 1. Januar 2022 für jedes Grundstück einzeln ermittelt hat. Die alten Einheitswerte von 1964 gelten nicht mehr, Rheinland-Pfalz rechnet nach dem Bundesmodell.
Im Bundesmodell zählen Boden und Gebäude, unter anderem Bodenrichtwert, Grundstücksfläche, Gebäudealter und Wohnfläche. Den Hebesatz legt jede Gemeinde selbst fest. In Neustadt liegt er seit 2025 bei 620 Prozent für die Grundsteuer B (2024 waren es 550 Prozent) und bei 490 Prozent für die Grundsteuer A. Bad Dürkheim hat die Grundsteuer B für 2025 auf 540 Prozent angehoben. Die Sätze der übrigen Gemeinden stehen in deren Haushalts- oder Hebesatzsatzung.
Das Finanzministerium RLP hat für jede Gemeinde einen aufkommensneutralen Hebesatz veröffentlicht. Mit ihm käme 2025 insgesamt etwa so viel Grundsteuer herein wie 2024. Die Liste ist eine Orientierung, gebunden sind die Gemeinden daran nicht. Für den einzelnen Eigentümer gilt die Aufkommensneutralität ohnehin nicht. Je nachdem, wie weit Ihr neuer Grundsteuerwert vom alten Einheitswert abweicht, zahlen Sie deutlich mehr oder deutlich weniger. Schon 2023 sind die Hebesätze im Land deutlich gestiegen, nach Angaben des Statistischen Landesamts RLP im Durchschnitt um 28 Prozentpunkte bei der Grundsteuer A und um erwartete 50 Prozentpunkte bei der Grundsteuer B.
Seit dem Grundsteuerhebesatzgesetz vom 25. Februar 2025 dürfen Kommunen in Rheinland-Pfalz außerdem für Wohngrundstücke, Nichtwohngrundstücke und unbebaute Grundstücke getrennte Hebesätze festsetzen, um Wohneigentum zu entlasten. Ob Ihre Gemeinde das tut, steht in ihrer Haushalts- oder Hebesatzsatzung. Neustadt setzt auch 2026 einen einheitlichen Satz für alle Grundstücke fest. Wenn Sie Ihre Bescheide noch nicht in Ruhe durchgesehen haben, ist jetzt ein guter Zeitpunkt.
Wie rechne ich meine Grundsteuer nach?
Grundsteuerwert mal Steuermesszahl mal Hebesatz ergibt die Grundsteuer für ein Jahr. Die Steuermesszahl für Wohngrundstücke beträgt im Bundesmodell 0,31 Promille.
Den Grundsteuerwert finden Sie im Grundsteuerwertbescheid des Finanzamts, den Hebesatz im Bescheid Ihrer Gemeinde. Ein Beispiel mit dem Neustadter Hebesatz von 620 Prozent: Ein Einfamilienhaus mit einem Grundsteuerwert von 350.000 Euro hat einen Messbetrag von 108,50 Euro (350.000 mal 0,00031). Mal 620 Prozent sind das 672,70 Euro im Jahr. Fällig wird der Betrag in vier Raten von rund 168 Euro, jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November.
Steht dasselbe Haus in einer Lage mit niedrigerem Bodenrichtwert und kommt das Finanzamt auf 180.000 Euro Grundsteuerwert, sinkt der Messbetrag auf 55,80 Euro und die Grundsteuer auf rund 346 Euro. Der ganze Unterschied steckt im Grundsteuerwert. Bei bebauten Grundstücken darf dieser Wert nicht unter 75 Prozent des Bodenwerts liegen (Mindestwert nach § 251 BewG). In Lagen mit hohen Bodenrichtwerten kommen dadurch manchmal Werte heraus, die überraschen.
Mit derselben Rechnung prüfen Sie Ihren eigenen Bescheid: Der Messbetrag aus dem Messbescheid mal dem Hebesatz Ihrer Gemeinde muss den Jahresbetrag im Grundsteuerbescheid ergeben.
Welche Unterlagen sollten Sie jetzt griffbereit haben?
Sie brauchen drei Bescheide: vom Finanzamt den Grundsteuerwertbescheid und den Grundsteuermessbescheid, von Ihrer Gemeinde den Grundsteuerbescheid. Dazu helfen Grundbuchauszug, Kaufvertrag oder Bauunterlagen.
Die drei Bescheide bauen aufeinander auf. Das Finanzamt hat aus Ihrer Feststellungserklärung von 2022 den Grundsteuerwert ermittelt und im Grundsteuerwertbescheid festgehalten. Daraus hat es den Grundsteuermessbetrag abgeleitet, der im Grundsteuermessbescheid steht. Ihre Gemeinde multipliziert diesen Messbetrag mit ihrem Hebesatz und setzt im Grundsteuerbescheid fest, was Sie im Jahr zahlen. Heben Sie alle drei auf.
Für die inhaltliche Kontrolle brauchen Sie den aktuellen Grundbuchauszug, dort stehen unter anderem Flurstück und Grundstücksgröße. Kaufvertrag, Baugenehmigung oder Bauakte nennen das Baujahr und meist auch die Flächen. Für die Grundsteuer zählt die Wohnfläche in der Regel nach der Wohnflächenverordnung, nicht nach DIN 277. Zweifeln Sie an der Wohnfläche, die das Finanzamt angesetzt hat, hilft ein Grundriss oder eine Flächenberechnung durch einen Gutachter. Bei älteren Häusern stimmen die Maße oft nicht mehr mit dem Bauantrag überein, etwa nach einem Dachausbau oder einem Anbau. Legen Sie alles in eine Mappe, bevor Sie die Bescheide durchgehen. Das spart Zeit und verhindert Fehler.
Welche Punkte sollten Sie im Grundsteuerbescheid konkret prüfen?
Prüfen Sie, ob Grundstücksgröße, Wohnfläche, Baujahr und Bodenrichtwert richtig übernommen wurden. Vergleichen Sie dann den Hebesatz im Bescheid mit dem Ihrer Gemeinde und den Messbetrag mit dem Messbescheid des Finanzamts.
Besonders genau sollten Sie die Flächen ansehen. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern, die vor Jahrzehnten gebaut und seitdem mehrfach umgebaut wurden, weichen ältere Unterlagen oft von der Wirklichkeit ab. Ein ausgebauter Dachboden oder ein Wintergarten kann die Wohnfläche verändern und damit den Grundsteuerwert. Es kommt auch vor, dass Kellerräume oder ein nicht ausgebautes Dachgeschoss als Wohnfläche gezählt wurden. Das Finanzamt rechnet mit den Daten, die Sie 2022 in der Feststellungserklärung angegeben haben. Ein Fehler dort steckt in allen drei Bescheiden.
Den Bodenrichtwert ermitteln die Gutachterausschüsse, für Ihr Grundstück finden Sie ihn bei BORIS Rheinland-Pfalz. Ist Ihr Grundstück der falschen Bodenrichtwertzone zugeordnet, kann die Grundsteuer spürbar steigen. Das Baujahr stimmt meistens, ein Blick in die Baugenehmigung oder die Bauakte lohnt sich trotzdem.
Den Hebesatz beschließt Ihre Gemeinde in der Haushaltssatzung oder in einer eigenen Hebesatzsatzung. Beide sind öffentlich, meist auf der Website der Stadt oder Verbandsgemeinde. Steht im Bescheid ein anderer Satz, fragen Sie sofort nach. In Neustadt ist dafür die Abteilung Steuern der Stadtverwaltung zuständig. Ein Vergleich mit den Nachbargemeinden zeigt Ihnen außerdem, ob Ihre Gemeinde deutlich über oder unter dem Durchschnitt liegt.
Wann lohnt sich ein Einspruch, und wie gehen Sie vor?
Ein Einspruch lohnt sich, wenn Sie einen konkreten Fehler bei Fläche, Bodenrichtwert oder Grundstücksart nachweisen können. Die Frist beträgt einen Monat ab Bekanntgabe des jeweiligen Bescheids. Fehler im Grundsteuerwert oder im Messbetrag greifen Sie mit dem Einspruch beim Finanzamt an. Gegen den Grundsteuerbescheid der Gemeinde, etwa bei falschem Hebesatz, legen Sie in Rheinland-Pfalz Widerspruch bei der Gemeinde ein.
Dass Ihnen die Grundsteuer zu hoch vorkommt, reicht für einen Einspruch nicht. Sie brauchen einen konkreten Fehler. Das kann eine abweichende Fläche sein, die Sie mit einem aktuellen Grundriss oder einem Gutachten belegen. Oder ein falscher Bodenrichtwert, den Sie bei BORIS RLP gegenprüfen. Oder eine falsche Grundstücksart, etwa wenn ein Mietwohngrundstück als Zweifamilienhaus eingestuft wurde. Schreiben Sie den Fehler mit Zahlen hin, zum Beispiel: Im Bescheid stehen 600 Quadratmeter Grundstück, laut Kaufvertrag sind es 500. Pauschale Kritik am Reformmodell führt nicht zum Erfolg. Ein Fehler im Grundsteuerwert lässt sich außerdem nur über den Bescheid des Finanzamts korrigieren, nicht über den Grundsteuerbescheid, denn die Gemeinde ist an den Messbetrag gebunden.
Haben Sie schon 2023 oder 2024 Einspruch gegen den Grundsteuerwertbescheid eingelegt, prüfen Sie, ob das Verfahren noch offen ist. Viele dieser Verfahren ruhen, solange gerichtliche Verfahren zum Bundesmodell laufen. Solange Ihr Verfahren offen ist, können Sie die Begründung ergänzen, etwa mit einem neuen Gutachten. Der Bundesfinanzhof hat das Bundesmodell in Urteilen vom 12. November 2025 für verfassungskonform gehalten. Ist ein Bescheid ohne Einspruch bestandskräftig geworden, wird er in der Regel nicht rückwirkend korrigiert.
Zahlen müssen Sie auch mit Einspruch oder Widerspruch. Wer nicht zahlt, riskiert Säumniszuschläge: für jeden angefangenen Monat 1 Prozent des rückständigen Betrags, abgerundet auf volle 50 Euro. Sie können beantragen, die Vollziehung auszusetzen, für die Bescheide des Finanzamts dort, für den Grundsteuerbescheid bei der Gemeinde. Wird das gewährt, müssen Sie die Steuer vorerst nicht zahlen, bis über Einspruch oder Widerspruch entschieden ist. Sind Sie unsicher, ob sich ein Einspruch lohnt, fragen Sie einen Steuerberater oder Rechtsanwalt.
Wie wirkt sich die neue Grundsteuer auf den Immobilienverkauf aus?
Wer 2026 eine Immobilie kauft, sollte sich den neuen Grundsteuerbescheid genau ansehen. Steuerschuldner wird der neue Eigentümer erst zum 1. Januar des Folgejahres, deshalb gehört die anteilige Erstattung klar in den Kaufvertrag.
Wenn Sie 2026 in der Pfalz verkaufen oder kaufen, gehört der Grundsteuerbescheid fest zu den Unterlagen, die geprüft werden. Der neue Betrag kann weit vom Vorjahr abweichen: In gefragten Lagen sind Anstiege um 30 bis 50 Prozent möglich, anderswo sinkt die Belastung. Als Verkäufer legen Sie dem Käufer den aktuellen Bescheid vor und sagen, ob gegen Grundsteuerwert oder Messbetrag ein Einspruch läuft. Ein offener Einspruch kann die Grundsteuer nachträglich ändern, auch für die Zeit nach dem Eigentümerwechsel.
Im Kaufvertrag sollte stehen, dass der Verkäufer die Grundsteuer bis zum Stichtag von Nutzen und Lasten trägt und der Käufer ab diesem Tag. Gegenüber der Gemeinde wechselt die Steuerschuld nach dem Stichtagsprinzip erst zum 1. Januar des Folgejahres. Der Verkäufer bleibt bis Jahresende in den Bescheiden und zahlt die volle Jahressumme. Den anteiligen Betrag kann er sich vom Käufer erstatten lassen, wenn der Vertrag das vorsieht. Fehlt diese Regelung, drohen Missverständnisse und Zahlungsausfälle. Läuft ein Einspruch, halten Sie im Vertrag fest, wer eine Nachzahlung trägt und wer eine Erstattung bekommt. Auch künftige Hebesatzerhöhungen lassen sich regeln, zum Beispiel mit einer Festschreibung auf Basis des aktuellen Bescheids und einer Anpassungsklausel ab dem ersten vollen Kalenderjahr nach dem Eigentumsübergang. Den Eigentümerwechsel selbst müssen Sie dem Finanzamt nicht anzeigen, das erfährt es vom Grundbuchamt.
Häufige Fragen
Muss ich 2026 nochmal eine Grundsteuererklärung abgeben?
Nein, die Feststellungserklärung zur Ermittlung der Grundsteuerwerte mussten Sie nur einmal, 2022, einreichen. Ab 2025 gilt der festgestellte Grundsteuerwert, und die Bescheide vom Finanzamt und von Ihrer Gemeinde kommen automatisch. Ändert sich am Grundstück etwas, das den Wert beeinflusst, etwa durch Neubau, Abriss oder Teilung, müssen Sie das dem Finanzamt anzeigen.
Wie hoch ist der Hebesatz in Neustadt an der Weinstraße?
Für die Grundsteuer B gilt in Neustadt seit 2025 ein Hebesatz von 620 Prozent, für die Grundsteuer A 490 Prozent. So steht es in den Haushaltssatzungen 2025 und 2026. 2024 lag der Satz für die Grundsteuer B noch bei 550 Prozent. Die Stadt kann den Hebesatz jedes Jahr ändern. Ein Beschluss bis zum 30. Juni gilt rückwirkend ab dem 1. Januar, danach darf der Satz nicht mehr steigen. Fragen zu Zahlung, Hebesatz und Erlass beantwortet die Abteilung Steuern der Stadtverwaltung.
Kann ich gegen den Hebesatz meiner Gemeinde Einspruch einlegen?
Nein, den Hebesatz beschließt die Gemeinde im Rahmen ihrer Satzungshoheit, ein Einspruch beim Finanzamt ändert ihn nicht. Gegen den Grundsteuerbescheid der Gemeinde ist in Rheinland-Pfalz der Widerspruch bei der Gemeinde vorgesehen, Frist ein Monat ab Bekanntgabe. Prüfen Sie, ob der Hebesatz im Bescheid mit der geltenden Haushalts- oder Hebesatzsatzung übereinstimmt. Weicht er ab, ist das ein Grund für den Widerspruch.
Wie oft werden die Grundsteuerwerte künftig aktualisiert?
Die Grundsteuerwerte sollen künftig alle sieben Jahre in einer Hauptfeststellung neu ermittelt werden. Die nächste reguläre Hauptfeststellung ist für den Stichtag 1. Januar 2029 vorgesehen. Bis dahin gelten die 2022 festgestellten Werte, sofern sich am Grundstück nichts Wesentliches ändert.
Was passiert, wenn ich mein Grundstück zwischenzeitlich umbaue oder teile?
Änderungen wie Neubau, Abriss, Anbau oder eine Grundstücksteilung müssen Sie dem Finanzamt anzeigen. Die Frist beträgt drei Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sich etwas geändert hat, für Änderungen im Jahr 2026 also bis zum 31. März 2027. Das Finanzamt stellt dann einen neuen Grundsteuerwert fest, der ab dem 1. Januar des Folgejahres gilt. Kleinere Modernisierungen ohne Flächenveränderung sind nicht meldepflichtig. Wer die Anzeige versäumt, riskiert einen Verspätungszuschlag, oder das Finanzamt schätzt die Besteuerungsgrundlagen.
Kann ich die Grundsteuer auf Mieter umlegen?
Ja, die Grundsteuer B ist als Betriebskosten vollständig auf Mieter umlegbar, sofern das im Mietvertrag vereinbart ist. Daran hat die Reform 2025 nichts geändert. Vermieter sollten in der Nebenkostenabrechnung 2025 die neuen Bescheide zugrunde legen und eine Erhöhung nachvollziehbar ausweisen.
Kann ich die Grundsteuer von der Steuer absetzen?
Bei einer vermieteten Immobilie ja, als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Bei gewerblich genutzten Grundstücken ist sie Betriebsausgabe. Wenn Sie selbst in Ihrer Immobilie wohnen, können Sie die Grundsteuer nicht absetzen.
Gibt es einen Grundsteuererlass, wenn meine Wohnung leer steht?
Ein Erlass von 25 Prozent ist möglich, wenn der normale Rohertrag um mehr als 50 Prozent gemindert ist und Sie das nicht zu vertreten haben, etwa bei einem Mietausfall, den Sie nicht verhindern konnten. Fällt der Ertrag ganz aus, werden 50 Prozent erlassen. Den Antrag stellen Sie bis zum 31. März des Folgejahres, für 2026 also bis 31. März 2027.
Wo finde ich den Bodenrichtwert für mein Grundstück?
Die Bodenrichtwerte für Rheinland-Pfalz stehen im Bodenrichtwertinformationssystem BORIS RLP. Geben Sie dort Ihre Adresse oder Gemarkung ein, dann sehen Sie den Bodenrichtwert Ihres Grundstücks zum Stichtag 1. Januar 2022. Die Gutachterausschüsse aktualisieren die Werte regelmäßig.
Ist der Grundsteuerwert der Marktwert meiner Immobilie?
Nein. Der Grundsteuerwert ist eine steuerliche Rechengröße nach festen Regeln. Den Marktwert bestimmen tatsächliche Kaufpreise, Lage, Zustand und Nachfrage. Ein saniertes Haus kann deutlich mehr wert sein als ein unsaniertes mit demselben Grundsteuerwert.
Was kostet ein Einspruch gegen den Grundsteuerwertbescheid?
Der Einspruch beim Finanzamt kostet keine Gebühr. Sie legen ihn schriftlich oder elektronisch ein, etwa über ELSTER. Ziehen Sie einen Steuerberater oder Rechtsanwalt hinzu, tragen Sie dessen Kosten im Einspruchsverfahren grundsätzlich selbst, auch wenn Sie recht bekommen. Erstattet werden sie nur, wenn danach geklagt wird und das Gericht die Hinzuziehung für notwendig erklärt.
Wie prüfe ich, ob mein Einspruch von 2023 noch läuft?
Fragen Sie schriftlich beim Finanzamt nach dem Stand Ihres Verfahrens. Viele Einsprüche gegen Grundsteuerwert- und Grundsteuermessbescheide ruhen, solange gerichtliche Verfahren zum Bundesmodell laufen. Solange das Verfahren ruht, bleibt Ihr Einspruch offen und Sie können die Begründung jederzeit ergänzen.
Marktwert Ihrer Immobilie kennen?
Wenn Sie wissen möchten, was Ihre Immobilie heute wert ist, dann sprechen Sie mit mir oder meiner Schwester Sarah. Drei-Verfahren-Bewertung, ohne Verpflichtung zum nächsten Schritt.
- Grundsteuerreform Rheinland-Pfalz: Finanzministerium RLP Ab 1.1.2025 gelten neue Bewertungsregeln nach Bundesmodell; das Ministerium hat aufkommensneutrale Hebesätze je Gemeinde als Orientierungshilfe veröffentlicht.
- Grundsteuerreform: Landesamt für Steuern RLP Ab 2025 erhalten Eigentümer Grundsteuerbescheide auf Basis neuer Grundsteuerwerte; Kommunen verwenden erstmals neue Steuermessbeträge ab 2025.
- Hebesätze der Realsteuern steigen: Statistisches Landesamt RLP Durchschnittlicher Hebesatz 2023: Grundsteuer A plus 28 Prozentpunkte auf 361 Prozent, Grundsteuer B erwartet plus 50 Prozentpunkte auf 481 Prozent.
- Fragen und Antworten zur neuen Grundsteuer: Bundesfinanzministerium Grundsteuerreform setzt Urteil des BVerfG 2018 um; Grundbesitz wurde zum 1.1.2022 neu bewertet, Werte gelten ab 2025; RLP nutzt Bundesmodell.
- Grundsteuer-Einspruch 2026: Was Eigentümer prüfen sollten Eigentümer sollten Bescheide auf Flächenangaben, Grundstücksart und Bodenrichtwerte prüfen; Einspruchsfrist 1 Monat; individuelle Fehler können korrigiert werden.
- Haushaltsplan 2026 mit Haushaltssatzung, Stadt Neustadt an der Weinstraße § 6 Haushaltssatzung 2026: Grundsteuer A 490 v.H., Grundsteuer B 620 v.H. (ebenso Haushaltssatzung 2025; 2024: B 550 v.H.).
- Haushaltsvorbericht 2026 (Entwurf), Stadt Bad Dürkheim Mit der 1. Nachtragshaushaltssatzung 2025 rückwirkend zum 01.01.2025: Grundsteuer B von 465 auf 540 Prozent.
- § 228 Bewertungsgesetz, gesetze-im-internet.de Änderungsanzeige: Frist drei Monate, beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres der Änderung; Anzeige ist Steuererklärung im Sinne der AO.
- §§ 34, 35 Grundsteuergesetz, gesetze-im-internet.de Erlass 25 Prozent bei mehr als 50 Prozent Ertragsminderung, 50 Prozent bei vollständigem Ausfall; Antrag bis 31. März des Folgejahres.
- Beiblatt zu den Grundsteuerbescheiden 2025, Verbandsgemeinde Vallendar Einspruch gegen Grundsteuerwert und Messbetrag beim Finanzamt, Widerspruch gegen den Grundsteuerbescheid bei der Gemeinde; Gemeinde ist an den Messbescheid gebunden; Zahlungspflicht bleibt.
- Grundsteuer fürs Wohnen: Korrekturen in den Bundesländern, Haufe Grundsteuerhebesatzgesetz Rheinland-Pfalz vom 25.2.2025: Kommunen können differenzierte Hebesätze für Wohngrundstücke, Nichtwohngrundstücke und unbebaute Grundstücke einführen.
- Neue Grundsteuer: Was Sie jetzt wissen und tun müssen, Sparkasse.de BFH hält das Bundesmodell für verfassungskonform (Urteile vom 12.11.2025, II R 25/24 u. a., veröffentlicht Dezember 2025).
- § 240 Abgabenordnung, gesetze-im-internet.de Säumniszuschlag 1 Prozent je angefangenem Monat auf den auf 50 Euro abgerundeten Rückstand.